KÖTZSCHENBRODAER STR. 60
01445 RADEBEUL
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7 JAHRE - 7 FRAGEN
Fragen von Jugendlichen an die Kandidierenden für das Amt des
Oberbürgermeisters
FRAGE 4
Was wollen Sie tun, damit wir uns abends in der Stadt
oder auf dem Heimweg sicher fühlen?
René Jurisch:
Das Problem bei der Wurzel packen. Übergriffe entstehen
meist durch Drogen/Alkohol, unterschiedliche politische
Ansichten, sexuelle Aggressivität oder durch Beschaffungs-
kriminalität. In Gruppen unterwegs ist immer sicherer. In
unserer Stadt muss offensiv über die Drogenproblematik
gesprochen werden, auch und gerade an betroffenen
Schulen. Hier muss härter durchgegriffen, aber auch Hilfe
und Therapie angeboten werden. Ebenso ist es mit Aus-
einandersetzungen durch politische Ansichten. Wir müssen
wieder lernen, miteinander zu reden. Vielleicht kann man
sich auch im sportlichen oder geistigen Wettkampf messen.
Martin Bahrmann:
Sicherheit ist in der Stadt ein großes Thema. Allerdings ist es
durchaus unterschiedlich zu bewerten, in welchem Ortsteil
man ist. Wir dürfen nicht verschweigen, dass das Triebischtal
in bestimmten Bereichen ein großes Problem hat. Deswegen
werbe ich für eine zusätzliche Polizeistation im Triebischtal
oder zumindest einen Umzug der bisherigen Polizeiwache.
Die Polizei muss dort am präsentesten sein, wo es Probleme
gibt. Mir schwebt da ein Konzept wie die Citywache am
Wiener Platz in Dresden vor. Sollte das alles nicht
funktionieren, muss eine Aussenstelle des Ordnungsamtes
installiert werden. Dazu müssen die Arbeitszeiten und die
Zahl der Ordnungsbediensteten sowie deren Ausrüstung
angepasst werden. Nur ein kurzer Draht und schnelle
Handlungsmöglichkeiten helfen, Probleme zu bekämpfen.
Hinzu kommt, dass wir viel mehr Prävention brauchen. Man
kennt eigentlich die "Problemfälle" recht gut. Auf diese muss
man positiv einwirken. Niemand in der Stadt sollte sich
unsicher fühlen!
Markus Renner:
Ich setze mich für eine ausreichende Beleuchtung auf
Straßen und Wegen ein. An Orten, wo Menschen sich
unsicher fühlen, muss auch eine Videoüberwachung möglich
sein und die Dienstzeiten von Polizei und Ordnungsamt
müssen dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen angepasst
sein.
Kinder und Jugendliche sind nicht nur die Zukunft unserer Stadt – sie leben
jetzt hier, gestalten ihre Umgebung, haben Wünsche, Sorgen und Ideen. Als
Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Meißen ist es unser
gemeinsames Anliegen, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Stimme zu
finden – und auch Gehör zu bekommen.
Deshalb haben sich die freien Träger Arche, JuClu 16, Diakonie/ KAFF, Schmales
Haus, der Jugendstadtrat Meißen sowie SoPro/ Streetwork für eine Aktion
zusammengeschlossen, in der Kinder und Jugendliche selbst Fragen formuliert
haben – Fragen, die ihnen wichtig sind, wenn es um die Zukunft der Stadt, ihre
Beteiligung und die Rolle eines künftigen Oberbürgermeisters geht.
Die Aktion trägt den Titel „Sieben Jahre – sieben Fragen“ und wurde durch den
Kreisjugendring Meißen e.V./ Flexibles Jugendmanagement unterstützt und
finanziert.
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